Kötter und Gnadl besuchen Werkstatt der Diakonie Friedberg

Der Wetterauer Landratskandidat Rouven Kötter und die Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl beide SPD besuchten gemeinsam die Werkstatt der Diakonie Wetterau am Standort Friedberg, um sich vor Ort ein Bild von der wertvollen Arbeit zu machen.

Gemeinsam mit dem Leiter der Diakonie, Christoff Jung, dem Leiter der Werkstatt, Stefan Dietz, der zuständigen Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes Frau Anna Kösters und dem Werkstattrat hatten die beiden Sozialdemokraten, die auch in der SPD-Fraktion des Kreistages sitzen, die Möglichkeit, einen umfassenden Einblick in den Arbeitsalltag und die inklusiven Beschäftigungsmöglichkeiten der diakonischen Werkstatt zu erhalten. Die Werkstatt bietet Menschen mit psychischen und physischen Einschränkungen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu entfalten und in verschiedenen Arbeitsfeldern tätig zu sein und sich gleichzeitig auf eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Beim Rundgang durch die Werkstatt wurden die vielfältigen Arbeitsbereiche und Projekte erörtert, die den Teilnehmenden zur Verfügung stehen. Von handwerklichen Tätigkeiten wie Holzbearbeitung und Garten- und Obstbau bis hin zu Dienstleitungen wie dem Letter Shop ermöglicht die Werkstatt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine sinnvolle Beschäftigung und Teilhabe am Arbeitsleben. „Durch das breitgefächerte Angebot unserer Werkstatt und der Unterstützung durch qualifizierte Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, die die Teilnehmenden täglich bei der Arbeit begleiten, wollen wir unsere pädagogischen und wirtschaftlichen Ziele erreichen und den Anforderungen aller gerecht werden“, erklärt Christoff Jung. Zudem machte Jung deutlich, dass sich die Diakonie intensiv damit beschäftige Teilbereiche zu Inklusionsbetrieben zu machen, um den gesellschaftlichen Anforderungen an Inklusion gerecht zu werden.

Der Werkstattrat, der stellvertretend für 96 Teilnehmende steht, lobt die enge Zusammenarbeit und die offene Kommunikation mit der Werkstattleitung und sagt, dass die Tätigkeit in der Werkstatt für viele die einzige Möglichkeit ist, wieder Fuß zu fassen. „Die Arbeit in der Werkstatt öffnet vielen von uns neue Perspektiven, gibt Sicherheit und verleiht dem Tag wieder eine Struktur. Wir fühlen uns wertgeschätzt und durch die Arbeit erhalten viele von uns eine geregelte Tagesstruktur. Das hilft auch vor Rückfällen. Es fühlt sich gut an, wenn an weiß, warum man morgens aufsteht“, erklärt der Werksattrat. Gleichzeitig machte der Werkstattrat seine Forderungen nach einer gerechten Entlohnung und besseren Mobilitätsbedingungen deutlich.

 „Ich bin stolz, dass wir es täglich schaffen, Menschen mit verschiedensten Einschränkungen und Lebensläufen beim (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Für eine erfolgreiche Vermittlung reicht unsere Arbeit allein jedoch oft nicht aus, denn um diesen Menschen eine wirkliche Chance zu geben, müssen auch die Gesellschaft und der Arbeitsmarkt ihren Teil dazu beitragen und inklusiver werden“, wünscht sich Werkstattleiter Stefan Dietz.

Trotz der guten Arbeit und der wirtschaftlichen Teilhabe der Werkstatt kann die Diakonie im Durchschnitt nur eine Person pro Jahr auf den Arbeitsmarkt vermitteln.  

„Es ist inspirierend zu sehen, wie hier inklusive Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden und jede und jeder die Chance erhält, die eigenen Fähigkeiten zu entfalten. Der Bedarf an Arbeitskräften in unserem Land ist enorm und der Mangel wird immer größer. Es ist daher sowohl eine soziale, als auch eine ökonomische Notwendigkeit, dass diesen besonderen Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen“, so Landratskandidat Rouven Kötter.

„Die Werkstatt der Diakonie Wetterau ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Inklusion am Arbeitsplatz erfolgreich umgesetzt werden kann. Es ist wichtig, solche Einrichtungen zu unterstützen und weiterhin dafür einzutreten, dass Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Durch das kürzlich erlassende Gesetz der SPD-geführten Bundesregierung zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarktes sollen mehr Menschen mit Behinderungen in den regulären Arbeitsmarkt integriert werden. Für sie ist damit auch mehr gesellschaftliche Teilhabe verbunden. Aber auch Arbeitgeber profitieren vom neuen Gesetz, denn in Zeiten von Fachkräftemangel eröffnet mehr Inklusion ihnen neue Chancen“, sagt die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Lisa Gnadl.