Landratskandidat Kötter besucht Wölfersheimer Energie Museum

Zum Auftakt seines 12tägigen Fahrradurlaubs durch den Wetteraukreis besuchte Landratskandidat Rouven Kötter das Wölfersheimer Energie Museum, dessen Entwicklung er als Bürgermeister zehn Jahre lang begleitet und unterstützt hat. „Die mittlere Wetterau hat eine lange und intensive Bergbaugeschichte, die man noch an vielen Stellen sehen und erleben kann. Aus nahezu jeder Familie hat jemand dort Lohn und Brot gefunden, natürlich auch aus meiner. Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, welche die Erinnerung an diese Zeit pflegen und dafür sorgen, dass diese an kommende Generation weitergegeben werden kann. Man muss die Vergangenheit kennen, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft gestalten zu können“, so Kötter. Hugo und Helmut Rieß sind zwei der angesprochenen ehrenamtlichen Akteure, die sich um das Museum und die zahlreichen Ausstellungsstücke kümmern. Sie sind seit Gründung des Museums dort aktiv und aufgrund ihrer persönlichen Biografie echte Zeitzeugen aus der Ära des Bergbaus und des Kraftwerksbetriebs in Wölfersheim und darüber hinaus. Sie führten die Besuchergruppe durch die Ausstellung und standen für Fragen mit großem Fachwissen zur Verfügung.

Neben Führungen und der Pflege der Exponate ist die Digitalisierung des Bildbestandes eine große Herausforderung, die seit einigen Jahren mit Unterstützung der Gemeinde bearbeitet wird. Kötters Nachfolger als Wölfersheimer Bürgermeister Eike See war bei dem Besuch ebenfalls mit dabei und betonte die Bedeutung des Museums: „Das Energie Museum zeigt unsere Geschichte, bleibt dort aber nicht stehen. Durch neuere Exponate wird die Brücke hin zu den erneuerbaren Energien geschlagen, wie beispielsweise unser Solarpark, der exakt dort errichtet wurde, wo einst das Kraftwerk stand. Aber auch die Funktionsweise unserer Biogasanlage wird erläutert, ebenso wie die Technik der Windenergie. Das Museum ist für Schulklassen ebenso interessant wie für Erwachsene, die sich noch an die Bergbauvergangenheit erinnern können oder diese kennenlernen möchten“, ist sich Eike See sicher. Neben dem Bürgermeister waren einige Vertreter der Wölfersheimer SPD mit ins Museum gekommen. Darunter auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung Gerhard Weber und die Erste Beigeordnete Carmen Körschner.

Bei dem Besuch war auch Rouven Kötters 94jähriger Opa Wilhelm Leonhard dabei, der sich besonders über den Auszug aus einem Protokollbuch freute: Dort war ein Eintrag seines Ur-Großvaters zu finden, der einst als Steiger in Weckesheim tätig war. „Das Energie-Museum ist aber nicht nur für diejenigen interessant, die bereits einen Bezug zum Thema haben. Es erschließt dem Besucher einen Teil der Geschichte unserer Heimat, der beispielsweise in Form zahlreicher Seen bis heute sichtbar ist und unsere Region stark geprägt hat“, so Kötter abschließend. Anschließend zog er sich seine Regenjacke an und radelte zu seiner Urlaubsstation Richtung Echzell.

Wer Interesse an einem Besuch des Museums inklusive rekonstruiertem Bergbaustollen und Modell des Kraftwerks hat, kann sich an die ehrenamtlich Engagierten wenden. Kontaktdaten und weitergehende Informationen findet man auf der Homepage der Gemeinde Wölfersheim.