Wegfall der 2-Km-Grenze zwingend notwendig

Am Dienstag werden im Wetteraukreis zahlreiche Schülerinnen und Schüler neu eingeschult und starten in ihre Schulzeit. Landratskandidat Rouven Kötter fordert in diesem Zusammenhang ein kostenlos Schülerticket für alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von der Länge des Schulweges und der Klassenstufe. 

„Wir brauchen Mobilität für alle! Ich bin froh, dass wir im Rahmen der Koalitionsverhandlungen im Wetteraukreis das kostenlose Schülerticket für Oberstufen- und Berufsschüler durchsetzen konnten. Das war eine harte Verhandlung, aber im Ergebnis ein wichtiger Schritt für mehr Bildungsgerechtigkeit und eine Unterstützung für die nachhaltige Mobilität. Darauf sind wir durchaus stolz. Aber das reicht nicht“, stellt Kötter klar. Er hat zwei konkrete Forderungen für den künftigen Schülerverkehr: „Diese unsägliche 2-Km-Ungerechtigkeitsgrenze muss endlich fallen und das kostenlose Ticket muss für alle Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehen!“

Die von Kötter thematisierte 2-Km-Grenze ist in vielen Kommunen ein Ärgernis, da in der Mittel- und Unterstufe nur Schülerinnen und Schüler ein kostenloses Ticket erhalten, die mehr als 2 Km von der Schule entfernt wohnen. „Das führt teilweise zu der skurrilen Situation, dass in einem Ort oder sogar einer Straße ein Teil das Ticket bezahlt bekommt und die Nachbarn nicht. Wir brauchen hier mehr Gerechtigkeit! Das Ticket kann schließlich auch in der Freizeit genutzt werden und führt unsere Schülerinnen und Schüler schon früh an die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs. Das muss für alle möglich sein.“ 

Die entsprechende Grenze ist auf Landesebene definiert und kann auch nur dort abgeschafft werden. Aber auch dazu hat Landratskandidat Rouven Kötter eine klare Meinung: „Wenn das Land diesen Punkt nicht angeht und diese Ungerechtigkeit nicht beseitigen will, dann packen wir das eben auf Landkreisebene an. Niemand hindert uns daran, eine Wetteraukreis-Lösung zu schaffen und damit auch den Druck auf das Land zu erhöhen. Wir dürfen uns nicht hinter angeblich fehlenden Zuständigkeiten verstecken oder auf Lösungen von Anderen warten. Wenn es ein Problem im Kreis gibt, dann müssen wir es anpacken und lösen. Die Menschen erwarten Lösungen und keine Ausreden.“