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„Heimat“ ist da, wo unser Herz schlägt

„Heimat“ ist da, wo unser Herz schlägt

„Ich liebe meine Heimat und ich liebe es, politisch zu gestalten“, stellt Rouven Kötter klar. „Ich verwende den Begriff ‚Heimat’ gern und lasse ihn mir von niemandem mit negativem Unterton versehen.“ Mit dem Slogan #HeimatMacher will er in den kommenden Monaten um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler im Wetteraukreis werben. „Heimat ist viel mehr als der Ort, an dem wir wohnen. Heimat ist da, wo unser Herz schlägt. Ich verstehe ‚Heimat‘ als einen offenen, nicht ausgrenzenden, sondern verbindenden Begriff. Es ist dabei egal, ob man hier geboren wurde oder später in seinem Leben den Weg hierher gefunden hat. Wir haben viele engagierte Menschen in unserem Landkreis, die diesen prägen, gestalten, weiterentwickeln und liebenswert machen. Sie alle sind ‚Heimatmacher‘. Ich möchte meinem Wahlkampf eine übergeordnete Idee geben und die Menschen in unserer Heimat damit verbinden.“ 

Die Resonanz auf den Wahlkampfslogan gibt Kötter recht: „Ich habe sehr viele positive Rückmeldungen zu dem Begriff ‚HeimatMacher‘ erhalten. Auch von Menschen, die nicht hier geboren wurden. Sie verbinden damit die Botschaft, dass sie die Wetterau zu ihrer ‚Heimat machen‘ können. Andere verknüpfen damit die Idee, die Heimat zu gestalten und etwas daraus zu machen. Genauso ist die Botschaft gemeint: Lasst uns gemeinsam die Zukunft unserer Heimat gestalten, egal wo man herkommt. Dabei grenzen wir niemanden aus, sondern laden jeden mit ein. Heimat machen wir nur gemeinsam.“

Was mache ich eigentlich im Hauptberuf?

Was mache ich eigentlich im Hauptberuf?

Momentan nehmen mich viele aufgrund meiner Kandidatur als Landrat im Wetteraukreis insbesondere dort auf Veranstaltungen und bei Besuchen von Organisationen, Vereinen und Unternehmen wahr. Natürlich sind das auch meine Schwerpunkte bei meinen persönlichen Veröffentlichungen in den sozialen Medien. 

Hauptberuflich bin ich jedoch seit 2018 als Erster Beigeordneter beim Regionalverband FrankfurtRheinMain tätig. Der Regionalverband ist Dienstleister für 80 Städte und Gemeinden, auch im Wetteraukreis. Was ich dort genau mache, werde ich Euch in einer kleinen Serie in den nächsten Tagen vorstellen… Als ersten Einstieg empfehle ich Euch den Erklärfilm, den ich habe anfertigen lassen: https://youtu.be/Z09PPXm4XBg

Ich bin als Erster Beigeordneter beim Regionalverband für folgende Themen verantwortlich: Metropolregion, Europa, Regionalentwicklung (MER), Klima, Energie, Nachhaltigkeit (KEN), Mobilität, Öffentlichkeitsarbeit und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Insgesamt umfasst mein Team etwa 50 Mitarbeitende, für die ich als Führungskraft Verantwortung trage. Das Haus der Region, in dem sich unsere Büros befinden, steht direkt an der Nordseite des Frankfurter Hauptbahnhofes. 

Das soll als erster Überblick reichen. In der nächsten Folge stelle ich Euch den spannenden Bereich „Europaarbeit“ vor.

Johanniter retten Leben

Johanniter retten Leben

Die Wiege der zivilen Luftrettung liegt in Reichelsheim

„Man wünscht den Ernstfall niemandem, aber wenn es soweit ist, können wir froh und dankbar sein, wenn ein Hubschrauber angeflogen kommt, um Schwerverletzte zu versorgen und auf schnellstem Wege zu Spezialisten ins Krankenhaus zu bringen und das an 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr“, so die Reichelsheimer Bürgermeisterin Lena Herget bei einem Besuch der Johanniter Luftrettung am Flugplatz Reichelsheim gemeinsam mit dem ehemaligen Bürgermeister Gerd Wagner und Landratskandidat Rouven Kötter.

Geschäftsführer Frank Zabell berichtete, dass die Wiege der Luftrettung in Deutschland in Reichelsheim liegt. „Hier hatte Luftrettungspionier Hans Werner Feder, praktischer Arzt aus Ober-Mörlen, im Jahr 1967 den Hubschrauber gechartert, um während seines dreiwöchigen Feldversuchs schnell am Unfallort zu sein. Die Luftrettung wurde zunächst sehr skeptisch gesehen und als nicht sinnvoll betrachtet. Die Idealisten aus Reichelsheim stellten auf eigene Kosten und aus Spendengeldern den Gegenbeweis an und legten damit den Grundstein für die heute nicht mehr wegzudenkende Luftrettung.“

Heute ist die Luftrettung hochmodern aufgestellt. Besonders beeindruckt waren die Besucher von der größten Maschine, die aktuell im Einsatz ist: Der H 155 – Hubschrauber mit dem Funkrufnamen Christoph Mittelhessen. Etwa 70 % seiner Einsätze sind so genannte Sekundäreinsätze, bei denen Menschen von einem Krankenhaus zu einem anderen transportiert werden. Die restlichen Einsätze sind solche, die wir alle nicht erleben möchten: Schwere Unfälle, bei denen ein schneller Transport lebenswichtig ist. „Für uns im Wetteraukreis ist es ein absoluter Gewinn, dass die Luftrettung mitten in unserem Landkreis ihren Standort hat. Im Ernstfall kommt es auf jede Sekunde an und wir können uns auf modernste Technik und ein gut ausgebildetes Team im Hubschrauber verlassen“, so Landratskandidat Kötter. Während die Piloten allesamt von der Firma Heli-Flight GmbH & Co. KG gestellt werden und die mitfliegenden Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter mit Zusatzausbildung aus dem Rettungsdienst der umliegenden Johanniter-Regionalverbände entsandt werden, besteht für die ärztliche Crew eine Kooperation mit Kliniken in ganz Hessen. Jeder Tag der Woche wird mit Ärztinnen und Ärzten eines anderen Klinikums abgedeckt. Dadurch ist ein permanenter Know-How-Transfer gewährleistet und es sind immer top ausgebildete und motivierte Fachkräfte an Bord. Neben dem Standort in Reichelsheim betreibt die Johanniter Luftrettung noch Luftrettungszentren in Gießen, Rostock und am Nürburgring.

Nach der Besichtigung des Außengeländes ging es in die modernen Räumlichkeiten, die zur Einsatzkoordinierung, Erholung und Schulung dienen. Im Ausbildungsraum erhielten Herget, Wagner und Kötter einen Überblick über die konkrete Arbeit am Standort Reichelsheim und die Arbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe insgesamt.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe wird deutschlandweit von etwa 29.000 hauptamtlichen Mitarbeitenden und mehr als 46.000 ehrenamtlichen Kräften getragen. „Eine wichtige Säule für unsere Nachwuchsarbeit ist der Schulsanitätsdienst, in dem mittlerweile etwa 10.000 Schülerinnen und Schüler aktiv sind“, berichtet Frank Zabell. „Aber auch die gut 1,2 Millionen Fördermitglieder sind wichtig zur Finanzierung unserer Arbeit.“ Diese Arbeit ist enorm vielseitig und reicht neben den bereits beschriebenen Tätigkeiten von der Jugendarbeit, Betreuung, Pflege und Beförderung von Senioren und Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Hospizarbeit, Hausnotruf, Betrieb von Sozialstationen und sonstigen sozialen Diensten bis hin zur Trägerschaft von Schulen und Kindergärten und vielem mehr.

„Sowohl die Johanniter-Unfall-Hilfe insgesamt, als auch die Johanniter Luftrettung als operative Abteilung sind wichtig für die Menschen in unserer Region und darüber hinaus. Wir können ein bisschen stolz darauf sein, dass in Reichelsheim die Wiege der zivilen Luftrettung liegt – aber insbesondere können wir dankbar sein, dass es Menschen gibt, die sich in diesen Bereichen engagieren und uns allen zur Seite stehen, wenn es darauf ankommt“, fassten Herget, Wagner und Kötter abschließend zusammen.

Einsatz für unsere Region in Europa

Einsatz für unsere Region in Europa

Geballter Praxisdialog zwischen Europa und Metropolregion FrankfurtRheinMain

Delegationsreise nach Brüssel steht im Zeichen von Energieeffizienz und nachhaltiger Energieversorgung

35 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Geschäftsführende der regionalen Gesellschaften aus der Metropolregion FrankfurtRheinMain waren Teil der Delegation, die am 23. und 24. Mai 2023 nach Brüssel reiste. Ziel dieser Informationsreise, die traditionell jährlich vom Europabüro der Metropolregion FrankfurtRheinMain organisiert wird, ist es, den Austausch zwischen kommunalem und regionalem Sachverstand und Vertreterinnen und Vertretern europäischer Institutionen zu stärken.

Die Themenschwerpunkte waren Energieeffizienz und nachhaltige Energieversorgung. Dazu standen verschiedene Gespräche und Diskussionsrunden, unter anderem mit dem hessischen Europastaatssekretär Uwe Becker, Europaabgeordneten, Mitgliedern der Europäischen Kommission und Verbänden auf dem Programm.

Konkret tauschten sich die Vertreterinnen und Vertreter aus der Metropolregion zur Überarbeitung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden und zur Umsetzung der neuen EU-Richtlinie über erneuerbare Energien mit den sogenannten REPowerEU-Maßnahmen für eine beschleunigte Energiewende im Kontext der Abkopplung von fossilen russischen Energieimporten sowie der Energiepreiskrise aus.

Während die Delegation Maßnahmen zur Genehmigungsbeschleunigung für erneuerbare Energie-Anlagen einhellig begrüßte, äußerten zahlreiche politische Entscheiderinnen und Entscheider aus der Metropolregion Zweifel an der Umsetzbarkeit der geplanten Sanierungspflichten für öffentliche Gebäude. 

Dabei konzentrierte sich die Kritik weniger auf die Ziele und das Ambitionsniveau, sondern vielmehr auf die Problematik der Finanzierungslücke und die besonders herausfordernde Zeitschiene. Fragen der administrativen Kapazität und des Fachkräftemangels auch bei der Umsetzung der EU-Ziele für die Energiewende wurden besprochen. In diesem Zusammenhang wurde auch ein erleichterter Zugang zu europäischen Fördertöpfen, ein effizienteres Zusammenspiel der verschiedenen politischen Ebenen und die intelligente Bündelung von Verwaltungskompetenzen diskutiert.

Rouven Kötter, Kommissionsvorsitzender des Europabüros, griff diese Aspekte auch in seiner kurzen Ansprache beim abendlichen Get-Together auf der Dachterrasse des Mehr-Regionen-Hauses des Landes Hessen in einem Apell auf: „Wirksame europäische Gesetzgebung braucht immer starke Umsetzungspartner. Deswegen muss eine gute gemeinsame Rahmengesetzgebung den Handlungsspielraum unserer Kommunen und unserer Region stärken statt einengen“.
Mit dem Europabüro FrankfurtRheinMain haben die Kommunen bereits einen regionalen Ansprechpartner für alle Fragen rund um Europa sowie eine zentrale Fördermittelberatungsstelle. Susanna Caliendo, Leiterin des Europabüros, rief die Anwesenden dazu auf, den Service und die Kompetenzen des Büros noch stärker zu nutzen: „Unsere Aufgabe ist es, Europapolitik aktiv mitzugestalten, unsere Kommunen frühzeitig über EU-Richtlinien und Verordnungen zu informieren und sie bei der Suche nach Fördermitteln zu unterstützen. Als Sprachrohr unserer Kommunen in Brüssel haben wir immer ein offenes Ohr für deren Belange und sind findig im Ausmachen von Fördermitteln.“
Weitere Themen der Delegationsreise waren die Zukunft der EU-Regionalförderung, die mögliche Ansiedlung der EU Anti-Geldwäschebehörde AMLA in Frankfurt am Main, Neuerungen im Bereich des europäischen Beihilferechts sowie die neuen Vorschläge der EU-Kommission zum Umgang mit Flucht und Migration.

Mehr Tempo für bezahlbaren Wohnraum

Mehr Tempo für bezahlbaren Wohnraum

 

Main-Kinzig-Kreis zeigt, wie es gehen kann

Der Landrat des Main-Kinzig-Kreises (MKK) Thorsten Stolz und der Landratskandidat im Wetteraukreis Rouven Kötter haben viele Gemeinsamkeiten: Beide wurden 1979 geboren, beide sind Sozialdemokraten und wurden in jungen Jahren Bürgermeister, beide wechselten nach zehn erfolgreichen Jahren die Tätigkeit. Während Rouven Kötter zum Regionalverband ging, wurde Thorsten Stolz zum Landrat des Main-Kinzig-Kreises gewählt und konnte jüngst seine souveräne Wiederwahl feiern. Die beiden kennen sich seit Jahren und es verbindet sie etwas, dass Thorsten Stolz als „gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein“ bezeichnet: „Wir dürfen uns nicht hinter gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben verstecken. Wer eine Gemeinde, Stadt oder auch einen Landkreis erfolgreich in die Zukunft führen will, der muss bereit sein, gesellschaftliche Verantwortung über das gesetzlich Notwendige hinaus zu übernehmen. Wir brauchen Mut, Entschlossenheit und Gestaltungswillen. Das zeigen wir im MKK seit vielen Jahren und auch Rouven Kötter hat das in Wölfersheim und im Regionalverband gezeigt“, so Landrat Thorsten Stolz.

„Diesen Gestaltungswillen zeigt der MKK insbesondere bei einem Thema, das uns auch im Wetteraukreis beschäftigt und bei dem wir deutlich mehr Geschwindigkeit und endlich sichtbare Erfolge brauchen: der Schaffung bezahlbaren Wohnraums“, zeigt sich Rouven Kötter vom MKK beeindruckt und vom Wetteraukreis unzufrieden. „Der MKK hat ein Förderprogramm aufgelegt und damit 283 Wohneinheiten gefördert. Außerdem ist eine Wohnungsbaugesellschaft in Planung. Den Grundsatzbeschluss hierzu würde Landrat Stolz am liebsten noch dieses Jahr fassen. Danach sollen im Durchschnitt 50 Wohneinheiten pro Jahr geschaffen werden. Damit rettet man den Wohnungsmarkt nicht, aber es sind klare Zeichen. Der Kreis übernimmt Verantwortung und handelt. Diesen Handlungswillen möchte ich als Landrat auch im Wetteraukreis an den Tag legen“, so Rouven Kötter. 

Landrat Stolz erläutert weitere Details zu den einzelnen Punkten: „Wir haben zunächst 7,7 Mio € kreiseigene Mittel in das Förderprogramm gesteckt. Die Mieten sind hierbei auf 8,50 € pro qm gedeckelt. Das Programm ist abgeschlossen und es sind 14 Projekte mit insgesamt 283 Wohneinheiten entstanden oder im Bau bzw. in der konkreten Planung. Doch damit will sich der MKK nicht zufrieden geben und nun eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft schaffen, gemeinsam mit unseren Kommunen.Wir machen aber keine Zwangsbeglückung – wir wollen ein Angebot für die Kommunen schaffen, die auch mitmachen wollen.“

Kötter und Stolz sind sich einig: „Klar ist, dass es der Markt nicht regelt. Wer das leugnet, hat lange keine Wohnung gesucht. Viele Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen sind auf erfolgloser Suche nach bezahlbaren Wohnungen. Alle pilgern nach Wien, um sich anzusehen, wie man in kommunaler Hand bezahlbaren Wohnraum schafft. Klar ist aber auch, dass Wien diesen Wohnungsbestand über einen Zeitraum von mittlerweile mehr als 100 Jahren aufgebaut hat. Wir müssen Zeichen setzen, Verantwortung übernehmen und wir müssen vor allen Dingen bald damit anfangen.“