Wirtschaftsverkehr steuern

Wirtschaftsverkehr steuern

Gemeinsames Handlungsprogramm für nachhaltigen Wirtschaftsverkehr in der Region vorgestellt

Regionalverband präsentiert Ergebnisse aus Dialogprozess mit Kommunen, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft

Wie gelingt es, die stetig wachsenden Wirtschaftsverkehre zukunftsfähig und nachhaltig für die Region FrankfurtRheinMain zu gestalten und diese gezielt zu steuern? Diese Frage stand im Fokus eines anderthalbjährigen intensiven Dialogprozesses. Dazu hatte der Regionalverband FrankfurtRheinMain mehr als 50 Akteurinnen und Akteuren aus Kommunal- und Kreisverwaltungen, Region, Landesregierung, Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr an einen Tisch geholt – ein politischer Kommunalbeirat begleitete das Vorhaben.

Das Ergebnis dieses Strategieprozesses liegt nun vor: Ein gemeinsames Handlungsprogramm mit den wichtigsten Schwerpunktmaßnahmen für die Region. Vorgestellt wurde das Programm im Zuge einer großen Abschlussveranstaltung am 5. September 2023 in der Evangelischen Akademie Frankfurt. 

Konkret sind 23 Maßnahmen in sieben verschiedenen Handlungsfeldern erarbeitet worden, mit denen die zuständigen Akteure den Herausforderungen im Wirtschaftsverkehr begegnen werden. 

Wichtige Handlungsfelder sind die Stärkung und Förderung des Schienengüterverkehrs und des multimodalen Wirtschaftsverkehrs. 
So ist beispielsweise eine übergeordnete öffentliche Koordinierungsstelle für Schienengüterverkehr anzudenken. Eine solche Koordinierungsstelle wird von allen Fachakteuren als äußert dringlich angesehen, da es bislang keinen Aufgabenträger gibt, der die Kommunen und Baulastträger dazu von öffentlicher Seite unterstützt und die strategische Weiterentwicklung des Schienengüterverkehrs sicherstellt. 

Auch das besondere Potenzial von Gewerbe-, Logistik- und Umschlagsflächen mit Schienenanbindung soll gehoben werden. Die Kommunen sollen bei der Stärkung des intermodalen Wirtschaftskehrs unterstützt werden. 

Im Hinblick auf die LKW-Verkehre kommt unter anderem einem zuständigkeitsübergreifenden Verkehrsmanagement große Bedeutung zu. Die LKW-Parksituation ist teilweise verheerend, hier besteht dringender Handlungsbedarf. Auch die Entwicklung von LKW-Ladeinfrastruktur und eines Tankstellennetzes für emissionsarme Kraftstoffe und Antriebe ist dringend voranzutreiben. 

Darüber hinaus existiert ein großes Defizit im Bereich der Fachkräfte. Der Qualifizierung und Gewinnung von Fachkräften insbesondere für integrierten Wirtschaftsverkehr und Digitalisierung ist von zentraler Bedeutung. 

Dr. Christian Langhagen-Rohrbach, Referatsleiter für Mobilität, Logistik und Binnenschifffahrt im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, lobte das Programm: „Das Land Hessen als traditioneller Logistikstandort begrüßt das Handlungsprogramm ausdrücklich. Denn der Weg zu einem zukunftsfähigen, nachhaltigen und resilienten Wirtschaftsverkehr führt nur über einen multimodalen Ansatz, der die Potenziale aller Verkehrsträger intelligent nutzt und kombiniert. Und mit dem vorliegenden Handlungsprogramm kann dieses Potential gehoben werden. Wir werden als Kooperationspartner die Umsetzung der Strategie weiter unterstützen.“

Rouven Kötter, Erster Beigeordneter des Regionalverbandes und zuständig für Mobilität und Nachhaltigkeit, hob die besondere Qualität des Vorhabens hervor: „Ziel ist es nicht nur, die Leistungsfähigkeit der Wirtschaftsverkehre zu optimieren, sondern insbesondere den Anforderungen des Klimaschutzes, der Verkehrssicherheit und der Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden zu begegnen. Es gab ein breites Bündnis aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft, die unsere Idee einer regionalen Wirtschaftsverkehrsstrategie von Beginn an mitgetragen haben. So konnte erstmalig und gemeinsam ein regionsweiter Handlungsansatz erarbeitet werden, der allen zugutekommen soll.“

Sabine Groß, Bürgermeisterin der Stadt Offenbach am Main und Matthias Walther, Kreisbeigeordneter des Wetteraukreises, betonten die Bedeutung der Strategie für Kommunen und Kreise, die mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert seien. Die Relevanz und Dringlichkeit zur Steuerung und Optimierung der Wirtschaftsverkehre wird auch von Wirtschaftsakteuren gesehen: „Wir freuen uns, dass sich der Regionalverband dieses wichtigen Themas angenommen hat. Das Thema Verkehr, die klimagerechte Versorgung sind drängende Themen. Darum ist es gut, wenn gerade Kommunen und Landkreise hier Lösungsansätze verfolgen, die von Anfang an auch klimafreundliche Logistik mit einbezieht – hier bringen wir uns mit der DB Cargo sehr gerne ein. Nur gemeinsam kann es funktionieren“, so Sebastian Schilling, Leiter des Angebotsmanagements der DB Cargo AG.

„Nach der erfolgreichen Präsentation soll das Handlungsprogramm nun gemeinsam umgesetzt werden“, so Projektkoordinatorin Claudia Bohner-Degrell vom Regionalverband. Die entscheidende Stärke der Wirtschaftsverkehrsstrategie sei die breite Stakeholderbasis aus den verschiedensten Fachbereichen und Branchen, so Bohner-Degrell. Diese besondere Chance solle genutzt und die Strategie nun auch gemeinsam in die Umsetzung gebracht werden.

Quelle: Pressedienst des Regionalverband FrankfurtRheinMain

Arbeit zum Wohl der Tiere

Arbeit zum Wohl der Tiere

Arbeit zum Wohl der Tiere im Herzen der Wetterau – Bürgermeisterin Herget und Landratskandidat Kötter zu Besuch im Elisabethenhof

Als die zwei wunderschönen Hunde mit ihren treuen Augen an den Zaun des großen Auslaufs humpeln, erkennen Reichelsheims Bürgermeisterin Lena Herget und Landratskandidat Rouven Kötter betroffen, dass beiden das linke Vorderbeine fehlt. „Die haben wir von einem Partnertierheim aus Rumänien zu uns geholt. Zusammen mit weiteren drei Hunden. Woher die Behinderung stammt wissen wir nicht, aber es sind wunderbare, Menschen gegenüber offene Tiere, die ein gutes Zuhause verdient haben“, erläutert die Leiterin der Hundeabteilung im Tierheim Elisabethenhof in Dorn-Assenheim Nina Pfannkoch. Getragen vom Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V. kümmert sich im Elisabethenhof ein engagiertes Team um durchschnittlich 60 bis 80 Katzen, 20 bis 25 Hunde und 40 bis 50 Kleintiere. Das Tierheim wurde im Jahr 1986 gegründet und bezog den Hof in Dorn-Assenheim. Zwei Jahre später nahm das Tierheim dort nach den erfolgten Umbaumaßnahmen seinen Betrieb auf. 

Bevor es zu den Hunden ging, zeigte die Leiterin für den Katzenbereich Lea Matern den beiden Besuchern die sieben liebevoll ausgestatteten Katzenräume inklusive der Quarantänestation. „Aktuell nehmen wir sehr viele streunende Katzen auf. Diese werden ärztlich untersucht, entfloht und entlaust sowie geimpft und kastriert. Anschließend werden sie je nach Alter und Wesen in einem der Katzenräume untergebracht, wo sie auf ein neues Zuhause warten. Es wäre ein Segen für die Tiere und die Tierschutzvereine, wenn es eine Katzenschutzverordnung, die die Kastrationspflicht von Katzen regeln würde, gäbe“, erläutert Matern. 

„Das Wohl der Tiere und Menschen steht für uns im Mittelpunkt. Daher prüfen wir sehr genau, wem wir eines unserer Tiere anvertrauen können und bei welcher Vermittlung wir eventuell weder Tier noch ein Mensch einen Gefallen tun. Wir sind bei unserer Arbeit sehr gewissenhaft“, stellt Pfannkoch klar.

Neben den Katzen- und Hundebereichen gibt es noch einen Kleintierraum im Innenbereich und einen liebevoll „Hoppelhausen“ genannten Außenbereich für Kleintiere. Das Team, das sich an sieben Tagen in der Woche aufopfernd um seine Schützlinge kümmert, besteht aus Tierpflegern, Büroangestellten und einem Hausmeister. Zahlreiche Ehrenamtliche unterstützen die wichtige Arbeit. „Ich bin dankbar und stolz, dass sich im Reichelsheimer Stadtgebiet mit dem Tierheim Elisabethenhof eine Anlaufstelle und ein Schutzraum für Tiere befindet, die aus welchen Gründen auch immer nicht mehr im häuslichen Umfeld betreut werden. Hier werden sie professionell und zugleich empathisch aufgenommen und betreut. Vielen Dank an alle, die sich im Elisabethenhof für das Wohl der Tiere engagieren“, so Bürgermeisterin Lena Herget.

Landratskandidat Rouven Kötter dankte ebenso und ergänzte: „Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie sich um ihre Schwächsten kümmert und wie sie mit ihnen umgeht. Das gilt aus meiner Sicht nicht nur für den Umgang mit unseren Mitmenschen. Wenn man die Schicksale hier im Tierheim sieht, kann man schon ins Zweifeln kommen, was manche Menschen zu solchem Handeln bewegt. Gleichzeitig bekommt man aber auch Hoffnung, wenn man sieht, mit viel Hingabe und Idealismus sich hier um diese Tiere gekümmert wird.“

Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen,Spendensondern und auch durch Erbschaften. Ohne die regelmäßige Unterstützung der Mitglieder wären die Unterhaltung des Tierheims und eine kontinuierliche Arbeit im Tierschutz nicht möglich. Wer das Tierheim unterstützen möchte, kann neben Geldspenden auch Tierpatenschaften und Futterspenden anbieten. „Wir wünschen dem Team des Elisabethenhofs weiterhin viel Erfolg bei seiner wichtigen Arbeit und unterstützen nach unseren Möglichkeiten sehr gern“, so Herget und Kötter abschließend.

„Kötter versteht das Handwerk“

„Kötter versteht das Handwerk“


Traditionsbäckerei Hinnerbäcker unterstützt Landratskandidat Rouven Kötter

„Rouven Kötter hat vor vielen Jahren neben dem Zivildienst bei uns an den Wochenenden als Fahrer gearbeitet. Er hat sich die Hände schmutzig gemacht und weiß, was es bedeutet nachts um 2 Uhr mit der Arbeit beginnen zu müssen“, erzählt Hinnerbäcker Geschäftsführer Jens Steinhauer. Sein Bruder Kai Steinhauer ergänzt:„Anschließend war er in der Sparkasse Wetterau in der Firmenkundenbetreuung und hat die finanzielle Seite der Unternehmen kennengelernt. Er hat Betriebswirtschaft studiert und versteht die Zusammenhänge und Herausforderungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Später war er zunächst als Wirtschaftsförderer und danach als Bürgermeister jederzeit ein kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner im Wölfersheimer Rathaus für uns. Diese wirtschaftliche Erfahrung und diesen Sachverstand wünschen wir uns auch im Landratsamt. Deshalb unterstützen wir die Kandidatur von Rouven Kötter als Landrat des Wetteraukreises!“

Eine besondere Anekdote zeige, wie wichtig Kötter die örtlichen Unternehmen seien. „Als einer unserer Öfen brannte und die Feuerwehr mitten in der Nacht anrückte, staunten wir nicht schlecht, als wenige Minuten später auch Bürgermeister Rouven Kötter vor Ort war. Er sorgt sich um uns Unternehmer und weiß, dass eine starke Wirtschaft wichtig für eine Gemeinde und einen Landkreis ist“, so die beiden Geschäftsführer. „Rouven Kötter duckt sich nicht weg, wenn es ungemütlich wird. Er sucht nach pragmatischen und unbürokratischen Lösungen und erläutert auch, warum etwas mal nicht funktioniert. Er hört zu, er erklärt, er setzt um. Mit ihm hätten die Unternehmer im Wetteraukreis einen kompetenten Wirtschaftsförderer als Landrat.“

Rouven Kötter freut sich sehr über das klare Bekenntnis: „Die Traditionsbäckerei Hinnerbäcker ist einer der größten handwerklichen Arbeitgeber der Region. Sie unterstützen die Gemeinde Wölfersheim im kulturellen Bereich und sind ein wichtiges Unternehmen für den Wirtschaftsstandort Wetterau. Handwerker, Dienstleister, Unternehmer sind für die Entwicklung unserer Region ein bedeutender Faktor. Deshalb sage ich immer: Unterstützt Euer lokales Team. Kauft bei unseren regionalen Unternehmen ein und beauftragt die Handwerker vor Ort. Baut als Behörden keine unnötigen Hürden auf, sondern arbeitet umsetzungsorientiert. Unsere Wirtschaft braucht Unterstützung, damit sie den Menschen in unserer Heimat mit ihrer erfolgreichen Arbeit etwas zurückzahlen können.“

Mehr Mobilität für alle!

Mehr Mobilität für alle!

„Ich halte moderne Mobilität für eine Schlüsselantwort auf viele Herausforderungen unserer Zeit – gerade in einem großen und sehr unterschiedlich geprägten Landkreis wie dem Wetteraukreis“, erläutert Landratskandidat Rouven Kötter. Das Thema Mobilität beschäftigte ihn schon in den zehn Jahren als Bürgermeister der Gemeinde Wölfersheim. Kötter sieht die Schiene als das Rückgrat der Mobilität. Als die Horlofftalbahn von Wölfersheim nach Hungen stillgelegt wurde und entwidmet werden sollte, hat er nicht lange gezögert, sondern gehandelt: gemeinsam mit der Nachbarkommune Hungen wurde die Strecke gekauft. „Das war damals nicht unumstritten. Aber wir haben die Strecke gekauft, gesichert und gepflegt. Damit haben wir die Chance zur Reaktivierung erhalten, die nun 2025 Wirklichkeit werden soll. Hätten wir damals nicht gehandelt, würde nie mehr ein Zug auf dieser Strecke fahren. Man braucht bei der Mobilität kurzfristig gute Ideen aber auch einen langen Atem, wenn es drauf ankommt. Gerade bei Schienenprojekten müssen dicke Bretter gebohrt werden“, so Kötter, der mittlerweile beim Regionalverband FrankfurtRheinMain für die Mobilität zuständig ist und mit seinem Team unter anderem den Radschnellweg FRM6 plant, der von Butzbach über Friedberg, Karben und Bad Vilbel bis nach Frankfurt führen soll. Aber auch die Verbindungen im ländlichen Raum sind ihm sehr wichtig: „Wir brauchen sichere, komfortable und möglichst direkte Radverbindungen im gesamten Wetteraukreis. Gerade in der östlichen Region besteht großer Nachholbedarf, wie ich im Rahmen meines 12tägigen Fahrradurlaubes durch den Wetteraukreis in den Sommerferien am eigenen Leib erfahren konnte.“

Rouven Kötter ist zwar begeisterter Radfahrer, aber keineswegs ein Autofeind. Er ist stolzer Besitzer eines Käfer Cabrio, das ebenso wie er 1979 „geboren“ wurde und weiß, wie wichtig das Auto für viele Menschen ist, um mobil zu bleiben: „Ich möchte das Autofahren nicht verbieten! Gerade im ländlichen Raum ist das Auto ein wichtiger Baustein der Mobilität. Aber ich möchte dafür sorgen, dass niemand gezwungen ist, ein eigenes Auto zu besitzen, um zur Arbeit zu kommen, Freizeitaktivitäten nachzugehen oder Besorgungen zu erledigen. Das ist mein Ziel!“

Für die Erreichung dieses Zieles hat Kötter sehr konkrete Ideen: Mobilitätsstationen in allen Städten und Gemeinden, mehr und bessere Radwege für Alltag, Freizeit und Tourismus sowie sichere Abstellanlagen für Räder, kreisweite, Stadtgrenzen-übergreifende Car-Sharing-Angebote, Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs mit Bus, Bahn und On-Demand-Verkehren, die digital und flexibel im gesamten Kreisgebiet buchbar sein müssen sowie Barrierefreiheit in der Mobilität. Auch im Bereich des Schülerverkehrs sieht er Verbesserungsbedarf: „Die Verbindungen müssen verlässlich, die Fahrzeugkapazitäten ausreichend sein. Außerdem werde ich mich für ein kostenloses Ticket für alle Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen einsetzen, unabhängig vom Abstand zwischen Wohnung und Schule“, stellt Kötter abschließend klar.

Kasernen-Entwicklung beherzt anpacken!

Kasernen-Entwicklung beherzt anpacken!

Kasernenentwicklung: Hanau zeigt, wie es geht
340 ha in weniger als 15 Jahren entwickelt

„Ich kenne den Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky aufgrund unserer gemeinsamen Tätigkeit in der Region schon lange und bin ein großer Fan seiner Arbeit und seiner anpackenden Art. Er ist ein echter Macher und hat in Hanau vieles bewegt“, beschreibt der Wetterauer Landratskandidat und Erste Beigeordnete beim Regionalverband FrankfurtRheinMain Rouven Kötter seinen Kollegen aus Hanau. „Da Friedberg im kleineren Maßstab mit sehr ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen hat, habe ich gern den Kontakt zu Kjetil Dahlhaus hergestellt.“ Der Friedberger Bürgermeisterkandidat Dahlhaus war gemeinsam mit Kötter zu einem Besuch auf dem Gelände der ehemaligen Hanauer Pioneer-Kaserne und hat sich dort aus erster Hand informiert.

„Wir haben 2009 den Anruf erhalten, dass die Army abzieht und ein etwa 340 Hektar großes Areal als Entwicklungschance für Hanau zur Verfügung steht“, berichtet OB Claus Kaminsky. „Wir haben diese Chance beherzt angepackt und nun abgeschlossen.“ Entstanden ist ein spannender Mix aus bezahlbarem Eigentumswohnraum, Mietwohnungen und unternehmerischer Tätigkeit. Versorgt mit eigener Fernwärme und vernetzt durch ein bundesweit beachtetes Mobilitätsangebot mit attraktiven Mobilitätsstationen. „Wichtig war uns, dass die Stadt immer mitreden kann. Deshalb haben wir eine Entwicklungsgesellschaft gegründet und damit unseren Einfluss über die eigentliche Stadtplanung hinaus gesichert. Ohne uns läuft hier nichts. Außerdem haben wir auf diesem Weg auch langfristig von den Einnahmen profitiert“, erklärt Kaminsky mit viel Energie und Überzeugungskraft.

„Es ist absolut beeindruckend zu sehen, was in 15 Jahren möglich ist. Umso schmerzhafter ist es, wenn man zurückblickt, was in dieser Zeit in Friedberg mit dem Areal der Kaserne passiert ist“, zeigte sich Bürgermeisterkandidat Dahlhaus beeindruckt und enttäuscht zugleich. „Ich bin allerdings ein positiver Mensch und konzentriere mich lieber auf die Chancen der Zukunft, als auf die verpassten Gelegenheiten der Vergangenheit. Wenn wir das Kasernengelände nun mit Mut und Entschlossenheit anpacken, können wir modernes Wohnen, Arbeiten und Lernen mit zeitgemäßer Mobilität und einem finanziellen Gewinn für die Stadt erreichen. Das Hanauer Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass das gelingen kann, wenn ein Macher es anpackt und mit Selbstbewusstsein im Sinne der Stadt umsetzt.“

Kaminsky beschrieb im Rahmen eines Rundgangs durch das Gelände einen wesentlichen Erfolgsfaktor bei der Entwicklung: „Man braucht ein koordinierendes Dreieck aus Stadt, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und Investoren. Diese drei müssen immer eingebunden sein und sich regelmäßig, effektiv und effizient abstimmen. Wenn einer der drei bei einer Idee nicht eingebunden ist, wird sie am Ende nicht realisiert. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist hier von großer Bedeutung.“ 

„Die Friedberger Kaserne ist eine große Chance für die Kreisstadt aber auch für den gesamten Wetteraukreis. Claus Kaminsky hat in Hanau eindrucksvoll gezeigt, wie eine solche Entwicklungschance erfolgreich genutzt und zum Wohle der Stadt und der Region umgesetzt werden kann. Dies wollen wir im kleineren Maßstab auch in Friedberg zeigen. Der Wetteraukreis und die Kreisstadt brauchen mehr Mut und Engagement. Dann können wir gemeinsam viel erreichen“, sind sich Bürgermeisterkandidat Dahlhaus und Landratskandidat Kötter sicher. 

Bildunterschrift: Mit viel Begeisterung berichtet der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (Mitte) dem Friedberger Bürgermeisterkandidaten Kjetil Dahlhaus (links) und dem Wetterauer Landratskandidaten Rouven Kötter (rechts) von der Entwicklung der Pioneer-Kaserne hin zum Pioneer-Park

Präzision aus Ober-Mörlen

Präzision aus Ober-Mörlen

„Verlässlichkeit und Präzision sind wichtiger als der Preis“

Landratskandidat Rouven Kötter besucht HD Zahntechnik

Von außen sieht man dem Gebäude im Ober-Mörler Gewerbegebiet nicht unbedingt an, mit welcher Präzision und modernster Technik hier seit 2016 für die Gesundheit gearbeitet wird. Bei HD Zahntechnik sind 15 Mitarbeitende in verschiedensten Arbeitsbereichen tätig, um Zahnprothesen und Zahnersatz für Praxen in der ganzen Region zu fertigen. „Wir haben einen festen Kundenstamm, der uns insbesondere wegen unserer Zuverlässigkeit und Präzision schätzt. Der Preis ist nicht das entscheidende Argument. Wenn es um unsere Gesundheit und insbesondere unsere Zähne geht, ist Qualität wichtiger als alles andere“, berichtet einer der beiden Geschäftsinhaber und Zahntechnikermeister Niels Hedtke seinen interessierten Besuchern. Landratskandidat Rouven Kötter war im Rahmen seiner Sommertour bei dem Unternehmen und informierte sich gemeinsam mit Bürgermeisterin Kristina Paulenz und dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung Mario Sprengel über die aktuelle Situation und Perspektive des innovativen Betriebs. „Innovation, Kreativität und die Bereitschaft zur unternehmerischen Verantwortung sind eine optimale Mischung, um erfolgreich zu wirtschaften und dabei etwas sinnvolles für uns alles zu schaffen. Unternehmen wie HD Zahntechnik sorgen dafür, dass der Wirtschaftsstandort Wetterau in eine positive Zukunft blicken kann“, ist sich Kötter sicher. „Aber wir brauchen eine pragmatische Unterstützung dieser Unternehmen durch Politik und Verwaltung. Als Landrat werde ich Wirtschaftsförderung zur Chefsache machen.“ 

Neben der Labortechnik sind seit 2018 Schulungen im Bereich digitaler Zahntechnik das zweite Standbein des Unternehmens. Aus ganz Deutschland kommen Schulungsteilnehmer in die „HD Academy“ nach Ober-Mörlen, um sich in der neusten Technik weiterbilden zu lassen. Dafür gibt es einen modern ausgestatteten Schulungsraum, in dem jedem Teilnehmer ein eigener Computer mit hochwertiger Spezialsoftware zur Verfügung steht. „Gerade im technischen Bereich ist es unheimlich wichtig, auf der Höhe der Zeit zu sein. Aber auch der Fachkräftemangel macht qualifizierte, attraktive Fortbildungen noch notwendiger“, so Bürgermeisterin Kristina Paulenz. „Wir sind stolz darauf, solch kreative, erfolgreiche Unternehmen wie HD Zahntechnik in unserer Gemeinde zu haben, die auch noch Ausbildungsbetrieb sind.“

Bildunterschrift: Bürgermeisterin Kristina Paulenz, Landratskandidat Rouven Kötter, HD Geschäftsinhaber Niels Hedtke und der Vorsitzende der Gemeindevertretung Mario Sprengel überzeugen sich von der neusten Technik, mit deren Hilfe in Ober-Mörlen das komplette Spektrum an Zahnersatz hergestellt wird.